Slalom beim Eschweiler Kanu Club

In den 70er Jahren hieβ Kanu fahren im Eschweiler Kanu Club für die Jugendlichen vor allem Wettkampfsport, wenn dieser auch nicht immer allzu ehrgeizig betrieben wurde und der Spaβ bei allen im Vordergrund stand.

Slalom war das Schlagwort in der damaligen Zeit. Mit Düren, Blens, Monschau, Abenden und Obermaubach gab es hierfür in der Region sehr viele und schöne Strecken.

Aber die damals schnell gegründete EKC-Wettkampfmannschaft fuhr auch nach Bergheim/ Erft, Solingen und Wuppertal, um sich dort mit ihren leistungsstarken Rivalen aus Aachen, Düren und Düsseldorf zu messen. Trainiert wurde in Abenden und Obermaubach, wo einige Streckenabschnitte fest montiert waren. Vor einem Wettkampf übte man mindestens zweimal in der Woche. Die Jungen fuhren in damals hochmodernen Faltbooten Typ Klepper Slalomat bald die ersten Podestplätze und Siege ein. Die Mädchen des Vereins unterstützten die Sportler dadurch, dass sie die wichtigen Torrichterlizenzen erwarben und damit immer mit von der Partie waren. Leider reichte das Glück der Jungen nicht soweit, dass die erworbenen Lizenzen genutzt werden konnten, um eine Deutsche Meisterschaft auszurichten. Männ Willms zeigte damals als erstes EKC-Mitglied in Monschau eine gelungene Kenterrolle und fuhr dadurch in die Punkte.

Neoprenanzüge bestanden noch aus “Biopren” und statt wasserdichten, atmungsaktiven Wildwasserjacken mit doppeltem Kamin gab es nur Klepper Regenpaddeljacken. Doch die Zeit stand auch im Eschweiler Kanu Club nicht still. Schon bald bekam der EKC die ersten Zweierkanadier aus Plastik. Eine neue Wettkampfart wurde erobert: “Canadier-Mixed”. Endlich fuhren die Mädchen auch mit im Boot. Es war hart, im Knien mit einem der altgedienten Kanu-Helden heil durch die Tore zu kommen, deshalb gab es nur wenige Paare und der Kampf um Sieg und Punkte hatte seinen Reiz. Man durfte halt nur nicht kentern, wer heil ins Ziel kam war auf jeden Fall schon in den Punkten. Für den Eschweiler Kanu Club traten unter anderem  Äu und Rös an.

Es war eine schöne Zeit die wir hatten, Freundschaften zu anderen Kanuten sind entstanden und wir sind in der gesamten Region herumgekommen. (Rosemarie “Rös” Birfeld)