27.3.-12.4.2026: Osterferien an der Ardèche

Alles fängt an mit dem Hänger packen am Bootshaus und einem Großeinkauf. Dann folgt die lange Anreise zum Camping Ardèche Midi, wo wir herzlich von der Familie Vincent begrüßt werden. Sie freuen sich sehr über die mitgebrachten Öcher Printen. 
Es folgen Tage mit wolkenlosem Himmel, strahlender Sonne, in der ersten Woche mit stürmischem Mistral und sehr frischen Temperaturen, die sich in der zweiten Woche zu wahren Sommerhöhen mausern.
Wir leben nicht schlecht. Von Lammbraten im Dutch Oven mit Rosmarinkartoffeln und Speckbohnen, Gulasch, Linsendaal, vegetarischen Gemüse Curry, über Tortellini und Ravioli mit Schinken-Erbsen-Sahnesosse, Paprikagemüse, Kartoffelgratin mit Flammlachs und Salat, Spaghetti Carbonara, Spaghetti Bolognese mit Antipasti statt Salat – super Idee! – bis hin zu handgeschabte Käsespäzle und tollen Burger, die sich jeder nach Belieben zusammenstellen kann, ist für alle was dabei. Da wir uns erst an die richtigen Mengen herantasten, müssen schon mal Spaghetti nachgekocht oder das Grillgut geschickt mit den Resten von Rosmarinkartoffeln und Speckbohnen aufgewertet werden.
Zum Frühstück gibt es Baguettes, zu Ostern sogar mit Croissants und Pains au Chocolat. Davor haben die Kinder Ostereier gesucht, die wir mit dem Osterhasen am Abend zuvor gefärbt haben.
Tagsüber genießen wir schon mal einen Grand Café Crème auf dem Markt in Vallon, auf dem Ostermarkt in Uzès oder auf dem Flohmarkt in Barjac – gerne in der Sonne! Abends am Lagerfeuer werden Marshmallows und Stockbrot geröstet. 
Die Kinder spielen toll zusammen, chillen in zwei Hängematten, spielen Ball und belagern das Klettergerüst, um das wir wie jedes Jahr unser Lager aufgebaut haben. Und sie versuchen verzweifelt und vergeblich, andere in den April zu schicken.
Wir erkunden die Gegend. Mit einer 4,5 km lange Wanderung zur Grotte Chauvet 1 – ein erhabenes Gefühl zu wissen, dass hinter der gut gesicherten Eingangstür die ca. 37.000 Jahre alten originalen Höhlenmalereien schlafen, klettern auf den Felsen gegenüber von unserem Campingplatz oder machen eine kleine Wanderung durch den verwunschenen Bois de Païolive.
Und ja, wir paddeln auch. Da sind zum einen die 6 km auf unserer „Hausstrecke“ von Vallon bis zum Camping Midi, die sich mit dem schönen Schwall „Charlemagne“ hervorragend als Trainingsstrecke eignet, Kehrwässer werden mehrfach gefahren, von dem großen Stein wird mit und ohne Kajak runtergesprungen. Dann ist da die Cèze von Pont de Rochegude bis Montclus – 19 km bei schönstem Wetter, 5 Stunden mit einer halben Stunde Pause und rundum guter Laune. Der Chassezac hat in diesem Jahr mal wieder ausreichend Wasser. Es wird eine wunderschöne Tour von 12 km bis zur Aussatzstelle in Maisonneuve. Und ohne die Schlucht geht garnichts. Es sind 25 km vom Campingplatz bis nach Sauze, bei 25 qm sind wir recht flotte 6 Stunden unterwegs, mit einer Stunde Pause nach 14 km oberhalb der Kathedrale. In Sauze warten die leckeren Eisbecher als Belohnung auf uns – weil’s so schön ist, gleich noch ein zweites Mal.

Und dann sind die zwei Wochen auch schon vorbei. Die Kanus werden zum Verladen fertig gemacht, in den Zelten wird fleißig gekramt und gepackt. Am Abreisetag gibt es bis 10 Uhr Frühstück, danach muss alles gespült werden. Wer faul rumsitzt, bekommt sofort eine Aufgabe zugeteilt. Es müssen die Reste verteilt, Kisten und Hänger gepackt werden. Um 13 Uhr sind alle abfahrbereit. Wie immer war unser Motto: gemeinsam planen, einkaufen, kochen, spülen und aufräumen – gemeinsam viel Spaß haben! 

(Fotos folgen) Hildegard