1996: Sommerwoche der EKC Jugend im Bootshaus

Fr. 2.8. Im Laufe des Nachmittags treffen alle ein und in kürzester Zeit ist das Chaos perfekt. Nachdem die Zelte aufgebaut und alle Gepäckstücke verstaut sind, schmeiβen wir den Grill an. Danach bleibt noch Zeit, Bootskram für morgen zu packen.

Sa. 3.8. Unerbittlich ruft uns um 8.00 Uhr der Wecker (Jugendwart) zum Frühstück. Danach entern wir den Zug nach Heimbach, um von dort mit einigen Canadiern und Kajaks die Rur bis Obermaubach zu paddeln, was auch fast ohne Kentern gelingt. Anschlieβend bleibt noch das bei allen wenig beliebte Boote putzen.

So. 4.8 Heute sind wir bei strahlendem Sonnenschein die Touristenattraktion des Obermaubacher Stausees. Beim Aufräumen im Bootshaus haben wir ein Faltbootsegel gefunden und mit zwei Canadiern, einigen Holzlatten und etwas überlegen entsteht ein Segelkatamaran, der tatsächlich über den Stausee segelt. Wir beschlieβen den Abend am Lagerfeuer.

Mo. 5.8. Viele fleiβige Hände helfen heute beim Aufbau eines Zeltgerüstes für unser Vereinsfest und selbst die Jüngsten finden ein Schräubchen, das sie den Stärkeren angeben können – manchmal macht Arbeit auch Spaβ. Wir beschlieβen den Abend am Lagerfeuer. Diesmal mit Gitarre und Singen. Wir überlegen ernsthaft, ob wir uns bei den “ärzten*” bewerben sollen.

Di. 6.8. Einige legen letzte Hand an unser Maskottchen “Sammy”. Mit viel Spachtelmasse und Schmirgelpapier haben wir im Laufe des Jahres ein altes, undichtes Kajak repariert und verwandeln es jetzt mit Farbe und noch mehr Geschick zu einem Krokodil. Demnächst heiβt es dann: “Sammy auf der Rur gesichtet!” Wegen Nieselregen, beschlieβen wir den Abend diesmal im Bootshaus.

Mi. 7.8. Canadiertraining auf dem Stausee und Einführung in die Technik des übergegriffenen Ziehschlaghebels, oder so ähnlich. Aber in echt, wir haben wirklich viel gelernt, um mit möglichst wenig Energieverlust möglichst weit und schnell zu paddeln.

Do. 8.8. Wir bringen eine Halbtageswanderung zum Krawutschke-Turm hinter uns, machen sogar ein Picknick, aber sind einstimmig der Meinung, daβ wir mit dem Boot schneller voran kommen, als zu Fuβ. Nachmittags bleibt noch Zeit für allerletzte Arbeiten am Sammy (fertig ist er aber immer noch nicht). Wir beschlieβen den Abend nicht mit einem Lagerfeuer, sondern mit Dias von der Dordognefahrt in den Osterferien und von früheren Aktionen in Obermaubach und beim Eschweiler Stadtfest.

Fr. 9.8. Heute ist nochmal Bootstraining angesagt. Wir üben das Kentern mit Canadiern und wiederholen, wie ein Wurfsack benutzt wird. Das ist das wichtigste Rettungsgerät beim Kanufahren. Natürlich bekommen wir auch Anleitung zum Entwirren eventuell entstandener Verknotungen. Nachmittags fliegen etliche Jonglierbälle und Keulen durch die Luft und wir erfahren, daβ ein Ball leichter in der Luft zu halten ist als drei. Einige Unermüdliche haben noch überschüssige Energie und rücken dem Jugendzeltplatz mit dem Rasenmäher zu Leibe. Diesen Abend beschlieβen wir mit Grillen und Erzählen, wir waren ja fast alle vorher in den Ferien.

Sa. 10.8. Der letzte Tag unseres Sommerlagers. Wir fahren noch mal die Rur runter, diesmal ohne Kenterung. Bei dem niedrigen Wasserstand heute, ist das ja auch kaum möglich! Am Ende erwartet uns diesmal nicht nur das Reinigen der Boote, sondern auch eine wunderschöne Liste, auf der sich jeder von uns wiederfindet – mit einer Aufgabe zum Bootshausputzen. Aber es gibt ja auch noch Kuchen und eine Abschluβrunde, bevor wir todmüde ein blitzblankes und gut aufgeräumtes Bootshaus verlassen. Kaum zu fassen, daβ hier eine Woche lang das Chaos regiert hat. Ach ja, was wir sonst noch zwischendurch und immer wieder gemacht haben – jede Menge Spiele (Fuβball, Canasta, Okey, Schach, ….), gemeinsames Kochen (und leider auch Abspülen) und immer wieder Musik (Tote Hosen, ärzte, Metallica und Techno).